Curriculum

 

1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 min.

1800 Stunden

Praktische Tätigkeit

600 UE

Theoretische Ausbildung

150 UE

Selbsterfahrung

600 Stunden

Praktische Ausbildung

100 UE

Gruppensupervision

50 UE

Einzelsupervision

900 Stunden

 

„freie Spitze“
Vor- und Nachbereitung, Arbeit in der Peer-Gruppe, Literaturstudium, Dokumentation, Verfassen von 6 schriftlichen Falldarstellungen etc.

4.200 Stunden

insgesamt / Gesamtdauer 3-4 Jahre

Praktische Tätigkeit

Während der Praktischen Tätigkeit sammeln die Ausbildungsteilnehmer*innen erste praktische Erfahrungen an Einrichtungen der psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung. Dieser Ausbildungsteil findet an anerkannten Kooperationseinrichtungen des Instituts statt. Die Praktische Tätigkeit ist Teil der Grundlagenausbildung und somit nicht an das Vertiefungsverfahren (Systemische Therapie) gebunden.
Die Ausbildungsteilnehmer*innen sind an den Einrichtungen jeweils über einen längeren Zeitraum an der Diagnostik und Behandlung der Patient*innen beteiligt. Dabei erwerben sie Kenntnisse und sammeln Erfahrungen über die akute, abklingende und chronifizierte Symptomatik unterschiedlicher psychiatrischer Erkrankungen.
 

Theoretische Ausbildung
Die theoretische Ausbildung findet in Form von Blockseminaren statt. Ausbildungsteilnehmer*innen erwerben Grundkenntnisse für die psychotherapeutische Tätigkeit und Spezialkenntnisse im Vertiefungsverfahren Systemische Therapie. Außerdem gehören Anamnese- und Fallseminare zur theoretischen Ausbildung. 

Selbsterfahrung
Die Selbsterfahrung ist am Vertiefungsverfahren systemische Therapie ausgerichtet und wird in Form von Gruppenselbsterfahrung angeboten. Selbsterfahrung beinhaltet die Arbeit an der Herkunftsfamilie der Teilnehmer*innen und die biografische Auseinandersetzung unter Berücksichtigung der aktuellen Lebenssituation. Ziel ist die Integration abgelehnter bzw. nicht integrierter Persönlichkeitsanteile. Die Selbsterfahrung findet in Blockseminare in einer Fortbildungsstätte außerhalb Berlins statt und begleitet den gesamten Ausbildungszeitraum. Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung werden entsprechend den aktuellen Preisen direkt mit dem Seminarhaus abgerechnet.

Praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung dient dem Erwerb und der Vertiefung von Kenntnissen und praktischen Kompetenzen bei der Behandlung von Patient*innen mit psychischen Störungen mit Krankheitswert. Die therapeutische Arbeit mit den Patient*innen findet im Vertiefungsfahren (Systemische Therapie) statt und wird regelmäßig supervidiert. Teil der praktischen Ausbildung ist auch das Verfassen von mindestens sechs schriftlichen Falldarstellungen über die Behandlung der eigenen Patient*innen. Die Falldarstellungen sollten, unter Berücksichtigung des Stands der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Diagnostik, Indikationsstellung und eine Evaluation der Therapieergebnisse mit einschließen. Außerdem soll mittels der Falldarstellungen ein ätiologisch orientiertes Krankheitsverständnis nachgewiesen sowie der Behandlungsverlauf und die Behandlungstechnik in Verbindung mit der Theorie dargestellt werden.

Supervision

Die Supervision umfasst mindestens 150 Stunden, von denen mindestens 50 Stunden als Einzelsupervision stattfinden. In Kleingruppen von maximal 4 Teilnehmer*innen findet die Gruppensupervision statt. Die Supervisionsstunden sind bei mindestens drei verschiedenen Supervisor*innen abzuleisten und gleichmäßig auf die Behandlungsstunden zu verteilen. Durchgeführt werden die Supervisionen von Supervisor*innen, die vom ISTB anerkannt sind.